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Historische Streiflichter der DJK "Eiche"

Ein ganz schlimmes Jahr für die DJK-Sportbewegung war 1935, als alle DJK-Vereine von den nationalsozialistischen Machthabern verboten wurden.
Ein erfreulicher Tag war aber dann der 28. August 1948, als die Offenbacher DJK-Gemeinde nach dem schlimmen Krieg wieder Fuß fasste: Der Name „DJK Eiche" und das Symbol, eine Eiche (Baum des Offenbacher Stadtwappens) in weiß auf blauem Grund, sollten wieder zur sportlichen und gesellschaftlichen Entwicklung beitragen. Erster Eiche-Vorsitzender nach der Wiedergründung war Peter-Josef Bodensohn, dessen Neffe Klaus nach Franz Nitsche später die Geschicke des traditionsreichen DJK-Vereins leitete und dem inzwischen Bernd Hörber nachgefolgt ist: Vier Vorsitzende in den über 60 Jahren der Vereinsgeschichte sprechen für eine große Kontinuität.
Fußball, Faustball, Handball, Leichtathletik, Schwimmen, Gymnastik und Turnen gehörten Anfang der 50er Jahre des 19.ten Jahrhunderts zum großen sportlichen Angebot. Mit dem OFC-Kickers und der TG Bieber teilte sich die DJK Eiche den Platz auf einem ehemaligen Exerzierfeld hinter dem heutigen Kickers-Stadion.
Die hohe Geistlichkeit mahnte schon damals: "Keine Spiele während des Hauptgottesdienstes am Sonntag".
Für das Gelände am Bierbrauerweg focht der junge Rechtsanwalt Horst Schaaf erfolgreich gegen das Offenbacher Bauamt: Die Garagen, während des Krieges von der Feuerwehr genutzt, wurden nicht abgerissen sondern zu Umkleidekabinen für die DJK Spvgg. Eiche umfunktioniert.
Ein weiterer Freudentag war der 7. Oktober 1961, als am Kalkwerk Grix der Grundstein für das neue Eiche-Vereinsheim gelegt wurde. Damals ein 50.000 Mark-Projekt, das viele fleißige Eiche-Hände verwirklichten. Festliche Einweihung war am 6. Juli 1963. Sogar das Fernsehen, die "Hessenschau", berichtete von der Einweihung. Damals zählte die Eiche etwa 500 Mitglieder.
Knapp 13 Jahre vorher hatte der DJK-Verein einen weiteren Aufschwung erfahren:  Die Tennisabteilung war eingerichtet worden. Trainiert wurde auf dem Platz hinter der „Villa Falke“ am Bieberer Berg. Die Einweihung dieses neuen Tennisplatzes hat Peter Josef Bodensohn leider nicht mehr erlebt.
Willy Konrad, der später beim OFC Kickers Karriere machen sollte, war damals nach August Schick und Siegfried Wenzel Fußball-Boss der DJK Eiche, das OFC-Denkmal Heinz Lichtl war Eiche-Vorstandsmitglied.
Abseits des grünen Rasens war die Eiche eine „feste Bank“ des Offenbacher Karnevals. Der Tausendfüßlerball, traditionsgemäß am Faschingssamstag, erinnerte bis zum Jahr 2005 an diese Aktivitäten. Noch heute lockt der alljährliche Familientag im Sommer die große Eiche-Familie zu Sport und Spiel, immer mit einem Gottesdienst im Freien eingeläutet.
Der frühere Eiche-Vorsitzende Klaus Bodensohn hatte 1985 die neuen Tennisplätze auf der Sportanlage „Am Grix" errichten lassen und das Umsetzen der umgebauten Holzhütte von der Villa Falke auf das neue Eiche-Gelände veranlasst. Nach dem schlimmen Brand der umgesetzten Hütte im Jahr 1994, von Vandalen gelegt, die nie ermittelt wurden, hatten viele  uneigennützige Helfer und Sponsoren dafür gesorgt, dass das neue Refugium der Tennis'ler in Rekordzeit neu erbaut wurde.
Zwischenzeitlich wurde der traditionelle Fußballbereich nicht mehr zu Verbandsspielen angemeldet, da die finanziellen Ansprüche der Fußball-Aktiven vom Eiche-Vorstand nicht verantwortet werden konnte. In der Folge schwand leider mit einigen Mitgliedern auch der Jugendfußball
Heute gibt es unter dem Vorsitzenden Bernd Hörber bei der Eiche noch den AH-Fußball und die Abteilungen Tennis, Tischtennis, Gymnastik und Nordic-Walking, Kinderturnen, HapKiDo und Freizeit. Die Abteilung Freizeit will vor allem die passiven Mitglieder in das Vereinsleben einbinden. Die Einigkeit von Körper, Geist und Seele und die christlichen Grundwerte werden bei der DJK Eiche gleichermaßen gefordert. Das beschert dem DJK-Verein, der nach seinem 60sten Vereinsjahr noch mehr als 300 Mitglieder hat und stets das soziale Umfeld der ihm anvertrauten Sportler mit einbezieht sowie kontinuierlich durch gesellschaftliche Ereignisse auf sich aufmerksam macht, einen hohen Rang innerhalb des Offenbacher Vereinslebens.

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